Zudem wurden wichtige Beschlüsse gefasst, die unsere Stadt und das Leben der Wiener*innen noch lebenswerter machen. Durch die beste Gesundheitsversorgung, Unterstützung für Initiativen gegen Gewalt an Frauen und gegen Rassismus sowie Investitionen in die Bildung unserer Kinder fördern ein gutes (Zusammen-)Leben in unserer Stadt.
Mit der Förderung der sieben Wiener Ordensspitäler im Rahmen von 160 Millionen Euro für 2025 und 174 Millionen Euro für 2026 investiert Wien in das exzellente öffentliche Gesundheitssystem. Zudem wird in einen Ort investiert, der Zukunft spürbar macht: Am Nordwestbahnhof im 20. Bezirk entsteht bis 2028 ein neuer Bildungscampus. Der Neubau bietet Platz für 53 einzelne Bildungsbereiche. Dazu kommen Freiflächen und Räume, die auch von der Nachbarschaft genutzt werden können. So schaffen wir in Wien nicht nur Platz zum Lernen, sondern auch Raum für Gemeinschaft, Bewegung und Zusammenhalt.
Das Thema Gewalt gegen Frauen ist aktueller denn je, deswegen setzen wir in Wien uns mit dem Thema Gewaltprävention auseinander: Der Verein White Ribbon - und die Kampagne Männer gegen Männergewalt wird mit 90.000 € gefördert. Denn nur gemeinsam lässt sich Gewalt verhindern. Seit Jahren steht ZARA Menschen zur Seite, die mit Hass im Netz und Rassismus konfrontiert sind. Der Verein bietet Beratung, Rechtsauskunft, Begleitung zu Behörden, Unterstützung bei der Entfernung von Onlinebeiträgen und Hilfe bei Anzeigen. Wir in Wien fördern den Verein dafür mit rund 94.000 Euro.
Wahlen und Angelobung
Nachdem Stadträtin Kathrin Gaàl im letzten Monat ihren Rücktritt bekanntgemacht hat, wurde in der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderats Elke Hanel-Torsch als neue Stadträtin für Frauen, Wohnen und Wohnbau gewählt und angelobt. Die Zusammenarbeit mit Kathrin Gaál war stets von Respekt geprägt – immer offen, ehrlich, wertschätzend und auf Augenhöhe und stets wohlwollend und kooperativ. Als Wohnbaustadträtin hat sie unzählige Großprojekte auf den Weg gebracht und umgesetzt, damit Wien auch in Zukunft die Stadt des leistbaren Wohnraums bleibt. Aber auch mit der größten Frauenbefragung Wiens 2022 hat sie einen weiteren Pflock in unsere Wiener Frauenpolitik eingeschlagen. Ich möchte mich bei Kathrin Gaál herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit, besonders aber für ihre Menschlichkeit und Empathie bedanken.
Mit Elke Hanel-Torsch folgt eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Wohnbaupolitik nach. Wien steht wie kaum eine andere Stadt für leistbares Wohnen, starke Frauenpolitik und gelebte Solidarität – Werte, die mit dieser Personalentscheidung konsequent weitergetragen werden. Ich bin überzeugt davon, dass sie ihr Amt mit Herzblut, Einsatz und hoher Expertise ausfüllen wird und damit beiträgt, Wien noch lebenswerter zu gestalten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche Elke Hanel-Torsch alles Gute in ihrer neuen Funktion und für diesen neuen beruflichen Lebensabschnitt.
Als Vizebürgermeisterin folgt auf Kathrin Gaàl die amtsführende Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales Barbara Novak nach. Barbara Novak ist eine Macherin, eine Problemlöserin – eine, die anpackt, die Herausforderungen proaktiv angeht, ihre Ärmel hochkrempelt und Lösungen findet. Sie steht für Umsetzungsstärke und Tatkraft. Mit ihrer langjährigen Erfahrung, Loyalität und ihrer "Hands on"- Mentalität ist sie eine herausragende Politikerin. Die Politik ist ihr Zuhause. Ich wünsche Barbara Novak als Vizebürgermeisterin alles Gute! Auf viele weitere Jahre zusammen, in denen wir Wien gemeinsam gestalten und voranbringen.
Erhöhung der Förderung für die Wiener Ordensspitäler
Während andernorts das Gesundheitssystem durch Privatisierungen und Kürzungen auf Verschleiß gefahren wurde, hat Wien konsequent in Gesundheit und Pflege investiert. Die Stadt hat die Versorgung laufend ausgebaut und modernisiert und damit eines der leistungsfähigstenGesundheitssysteme geschaffen.
Der Wiener Gemeinderat wird daher die Förderung für die Wiener Ordensspitäler für 2025 von131,72 Mio. Euro auf 160,08 Mio. Euro erhöhen. Zusätzlich soll für 2026 eine Förderung in Höhe von 174,00 Mio. Euro beschlossen werden. Davon sind 156,60 Mio. Euro im Voranschlag 2026 gedeckt, für weitere 17,40 Mio. Euro wird im Voranschlag 2027 Vorsorge getroffen. Enthalten sind unter anderem Mittel für stationäre und ambulante Leistungen, Pflegefondsmittel, 7,56 Mio. Eurofür die Pflegeausbildung sowie weitere Mittel aus Sondersteuerungstöpfen des Wiener Gesundheitsfonds.
Bildungscampus Nordwestbahnhof
Am Nordwestbahnhof im 20. Bezirk entsteht ein Ort, an dem Zukunft greifbar wird: ein neuer, moderner und nachhaltiger Bildungscampus für rund 1.600 Kinder und Jugendliche. Der Wiener Gemeinderat wird den Abschluss eines PPP-Vertrags für den Bildungscampus Nordwestbahnhof genehmigen. Das Projekt ist Teil des Bildungseinrichtungen-Neubauprogramms 2019 bis 2034.
Der Standort in der Rebhanngasse/Innstraße umfasst ein 17.291 Quadratmeter großes Grundstück im Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof. Geplant sind ein 12-gruppiger Kindergarten, eine 33-klassige Ganztagesschule mit Volks- und Mittelschule, acht sonderpädagogische Bildungsräume, ein Hauptstandort der Musikschule, ein Therapiebereich, zwei Normturnsäle und ein Gymnastiksaal. Insgesamt wird der Campus 53 Bildungsräume für rund 1.600 Kinder und Jugendliche bieten. Die Eröffnung ist für September 2028 vorgesehen.
Der neue Bildungscampus überzeugt außerdem mit einem starken Nachhaltigkeitskonzept: geplant sind ein begrünter Sockel, eine Außenwand aus Holz und Fassadenmaterial aus Keramik. Damit zeigt der Campus, wie Schule neu gedacht werden kann - nachhaltig, modern und konsequent an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet.
Förderung für White Ribbon
Etwa 90 Prozent der Gewalt in Österreich geht von Männern aus. Sich mit Gewaltprävention und dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen, ist ein wichtiger Schritt, um Verantwortung zu übernehmen.
Der Verein White Ribbon - die Kampagne Männer gegen Männergewalt - setzt genau dort an, wo Prävention am wirksamsten ist: bevor Gewalt entsteht. Mit Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit unter Männern leistet der Verein einen entscheidenden Beitrag zur Gewaltprävention. Deshalb fördert der Wiener Gemeinderat die Arbeit von White Ribbon mit 90.000 Euro. Denn Gewalt zu verhindern, gelingt nur gemeinsam.
Förderung für ZARA
Der Wiener Gemeinderat genehmigt die Förderung für den Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit für das Finanzjahr 2026 in Höhe von 93.575 Euro. Die Förderung deckt den Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Dezember 2026 ab und dient der Gesamtförderung des Vereins.
ZARA ist seit 1999 in Wien tätig und unterstützt Menschen, die von Rassismus und Hass im Netz betroffen sind. Für 2026 plant der Verein 1.700 Beratungen - persönlich, telefonisch oder per E-Mail. Zusätzlich wird mit rund 1.350 Meldungen zu Rassismusvorfällen gerechnet. ZARA bietet rechtliche und psychosoziale Beratung, dokumentiert Vorfälle und arbeitet eng mit städtischen Stellen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.
Die Wirkung dieser Arbeit ist deutlich sichtbar: Laut Antrag wurden die geplanten Kennzahlen bereits 2024 klar übertroffen. Statt 1.300 Personen wurden 1.647 Personen erreicht. Im Jahr 2025 erhielt ZARA eine Förderung von 98.500 Euro.
Wien zeigt mit diesen Beschlüssen einmal mehr, was soziale Politik im Alltag bedeutet: gute Gesundheitsversorgung, starke Bildung, wirksamer Gewaltschutz und ein klares Nein zu Rassismus & Diskriminierung. Das ist die Handschrift einer Stadt, die zusammenhält und Verantwortung übernimmt.