21.10.2026

Für ein Wien, das zusammenhält: Die wichtigsten Beschlüsse im Oktober 2026

Hier bekommst du einen kleinen Einblick in die Gemeinderatssitzung von Oktober 2026 und die dort gefassten Beschlüsse.
Das war der Gemeinderat im Oktober 2026

Wirtschaftsagentur Wien: Gute Jobs und starke Nahversorgung für die Wiener*innen

Ein starker Wirtschaftsstandort schafft Arbeitsplätze und sichert Lebensqualität. Deshalb stellen wir die Finanzierung der Wirtschaftsagentur Wien für weitere fünf Jahre auf ein solides Fundament. Das neue Finanzierungsübereinkommen gilt vom 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2031 und sieht jährlich 47 Millionen Euro vor.
Mit diesen Mitteln holt die Wirtschaftsagentur Betriebe nach Wien, berät Unternehmen und wickelt Förderprogramme ab, etwa für Innovation und Forschung oder die Kreativwirtschaft. Wie kräftig dieser Motor läuft, zeigt die Bilanz 2025: 1.177 geförderte Projekte lösten Investitionen von über 500 Millionen Euro aus, 1.570 Arbeitsplätze sind entstanden. Besonders gefragt waren Förderungen für Nahversorgung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Ein Schwerpunkt lag auf der Grätzlwirtschaft, also auf Betrieben, die die Wiener*innen direkt versorgen und Erdgeschoßzonen beleben. Rund 10.000 kostenlose Beratungsgespräche ergänzten die Förderungen, viele davon direkt vor Ort. Davon profitieren gerade kleine Unternehmen mit wenig Zeit und Personal.
Klare Leitplanken garantieren dabei den sorgsamen Umgang mit öffentlichem Geld: Fremdfinanzierungen und Haftungen sind begrenzt, ein Compliance-Managementsystem samt anonymem Whistleblowing-Kanal ist verpflichtend.
So geben wir dem Wiener Wirtschaftsstandort Planungssicherheit bis Ende 2031. Denn wer in Betriebe, Ideen und Arbeitsplätze investiert, investiert in die Zukunft unserer ganzen Stadt.

Wien verschärft Regeln für Kurzzeitvermietungen und schützt Wohnraum

Wir in Wien sorgen für leistbaren Wohnraum. Deshalb haben wir im Wiener Landtag die Regeln für Kurzzeitvermietungen verschärft und bestehende Schlupflöcher geschlossen. Ab 1. Jänner 2027 soll ein neues Register für kurzfristig vermietete Unterkünfte gelten: Wer eine Wohnung über Plattformen wie Airbnb oder Booking.com anbietet, benötigt künftig eine eigene Registrierungsnummer. Angebote ohne gültige Registrierung müssen entfernt werden. Bei Verstößen gegen das neue Gesetz drohen Strafen bis zu 50.000 Euro.
Zusätzlich erschweren wir die dauerhafte Umwandlung von Wohnungen in Beherbergungsstätten und verbessern die Kontrollmöglichkeiten der Behörden. Damit schützen wir wertvollen Wohnraum und verhindern, dass Wohnungen aus Profitgründen dauerhaft dem regulären Wohnungsmarkt entzogen werden. Denn leistbares Wohnen ist eine wesentliche Grundlage für Lebensqualität und der Schlüssel für eine zukunftsfähige und gerechte Gesellschaft. 

Neuer Park im Gasometervorfeld geplant

Im Stadtentwicklungsgebiet Gasometervorfeld entsteht ein neuer öffentlicher Park. Dafür ist der Ankauf zweier Grundstücke mit 3000 Quadratmeter vorgesehen. Die Flächen liegen im Bereich „Offene Mitte“ des geplanten Zentralparks und sind für dessen Umsetzung besonders wichtig. Bestehende Betriebsgebäude sollen im Zuge der Parkgestaltung weichen und Platz für öffentliche Grünflächen schaffen. Der Wiener Gemeinderat hat den Erwerb um rund 2,7 Millionen Euro genehmigt. Mit dem Grundstücksankauf setzen wir einen weiteren Schritt für eine lebenswerte Stadtentwicklung. Denn neue Stadtviertel brauchen nicht nur Wohnraum, sondern auch Orte, an denen Menschen Erholung finden, Zeit im Freien verbringen und einander begegnen können. So gestalten wir Simmering nachhaltig und lebenswert.

Grätzloasen 2027: 300.000 Euro für lebendige Nachbarschaften

Die Wiener Grätzloasen verwandeln öffentliche Flächen in grüne Treffpunkte für die Nachbarschaft. Hier können Menschen entspannen, miteinander ins Gespräch kommen und ihr Grätzl gemeinsam gestalten, ganz ohne Konsumzwang.
Damit diese Orte langfristig erhalten bleiben, fördern wir das Aktionsprogramm Grätzloase 2027 mit 300.000 Euro. Ziel ist es, mindestens 100 bestehende Projekte zu unterstützen.
Im Mittelpunkt stehen die Pflege und Weiterentwicklung der Grünen Parklets sowie der Projekte aus den Bereichen „Junge Grätzl“ und „Grätzlleben“. Neue Begrünungs- und Bewässerungspakete sollen dabei helfen, die bestehenden Standorte nachhaltig zu erhalten.
So stärken wir den Zusammenhalt in den Nachbarschaften, sichern wertvolle Grünflächen und sorgen für mehr Lebensqualität direkt vor der Haustür.

5,5 Millionen Euro für die kostenlose Lernhilfe

Gute Bildung soll allen Kindern offenstehen, unabhängig davon, wie viel ihre Eltern verdienen. Deshalb setzen wir in Wien auf kostenlose Lernhilfe und fördern das Angebot der Wiener Volkshochschulen für das Schuljahr 2026/27 mit 5,5 Millionen Euro.
Insgesamt stehen damit 2.110 Lernhilfekurse mit 21.100 Kursplätzen zur Verfügung. Schüler*innen erhalten Unterstützung in Deutsch, Mathematik und Englisch, können sich auf Schularbeiten vorbereiten und Lernstoff nach- oder wiederholen.
Zusätzlich gibt es offene Lernstationen und spezielle Angebote für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Auch in den Sommerferien 2027 stehen weitere 4.740 Kursplätze zur Verfügung.
Damit entlasten wir Familien finanziell und stärken faire Bildungschancen. Denn jedes Kind soll die Möglichkeit haben, seine Talente zu entfalten und seinen eigenen Weg zu gehen.

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(c) Fürthner

Wiens Radnetz wächst

Wien baut seine Radinfrastruktur konsequent aus. Besonders in Floridsdorf und der Donaustadt sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue, sichere Verbindungen entstanden. Die neue LiDo-Radkarte zeigt das gesamte Radwegenetz links der Donau und macht es noch einfacher, Wien bequem, klimafreundlich und auf neuen Wegen zu entdecken.

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