12.03.2026

SPÖ-Klubtagung - Ludwig kündigt Quantentechnologie-Zentrum, klimafitte Bahnhofsvorplätze und Stärkung der Bezirke an

Zukunft, die bei den Menschen ankommt: Mit Investitionen in Spitzentechnologie, klimafitte Grätzl und starke Bezirke macht Wien bei der Klubtagung 2026 klar, wie eine lebenswerte, moderne und gerechte Stadt weiterentwickelt wird.
Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig bei der Klubtagung 2026

Bei der Klubtagung 2026 unter dem Motto „Wien voran: Arbeit. Aufschwung. Zukunft.“ hat „Wien geht mutig in die Zukunft. Weil wir in Wien nicht stehenbleiben, sondern Schritt für Schritt an einer Stadt arbeiten, die wirtschaftlich stark, klimafit und lebenswert bleibt“ zentrale Zukunftsprojekte für Wien vorgestellt. Im Mittelpunkt standen Investitionen in Zukunftstechnologien, klimafitte Stadtgestaltung und mehr Handlungsspielraum für die Bezirke.„Wien geht mutig in die Zukunft. Weil wir in Wien nicht stehenbleiben, sondern Schritt für Schritt an einer Stadt arbeiten, die wirtschaftlich stark, klimafit und lebenswert bleibt“, betonte Ludwig.

Neues Quantentechnologie-Zentrum in Neu Marx

Ein zentrales Zukunftsprojekt ist das neue Quantentechnologie-Zentrum in Neu Marx. Damit setzt Wien den nächsten Schritt, um Forschung, wirtschaftliche Anwendung und innovative Unternehmen noch enger zusammenzubringen.
„Wien hat eine lange Tradition in der Quantenforschung und zählt in diesem Bereich seit langem zu den führenden Standorten. Jetzt beginnt diese Wissenschaft ihre wirtschaftliche Anwendung zu entfalten – und Wien wird diesen Schritt aktiv mitgestalten“, so Ludwig.
Das neue Zentrum soll Unternehmen, Startups und Forschung an einem Ort bündeln und den Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnis zur wirtschaftlichen Umsetzung deutlich beschleunigen. Der Standort in Neu Marx liegt direkt neben dem Life Science Center Vienna und im Umfeld des Vienna BioCenters. „Hier entstehen zwei zentrale Technologiefelder des 21. Jahrhunderts Seite an Seite: Quantentechnologie sowie Künstliche Intelligenz und Life Sciences. Damit positionieren wir Wien auf der Weltkarte“, erklärte Ludwig.

Wien bringe dafür starke Voraussetzungen mit: international sichtbare Spitzenforschung, starke Forschungseinrichtungen, eine wachsende Zahl innovativer Unternehmen und die Rolle als größte deutschsprachige Universitätsstadt der Welt mit 200.000 Studierenden.
„Diese Technologien werden in den kommenden Jahrzehnten zentrale Fortschritte ermöglichen – etwa in Medizin und Life Sciences, in der Materialforschung, in Industrie und Logistik, im Bereich Energie und Klima sowie in der Weltraumtechnologie. Diese Anwendungen werden im Quantentechnologie-Zentrum entwickelt“, sagte Ludwig.
Die Fertigstellung ist für 2033 vorgesehen. „Wieder stellt sich Wien an die Spitze gesellschaftlichen Fortschritts und damit auch wirtschaftlichen Fortschritts. Das wird langfristig tausende zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung weiter antreiben“, so Ludwig.

Bahnhofsvorplätze werden klimafit, sicher und attraktiv

Neben großen Zukunftsbranchen setzt Wien auch im Alltag konkrete Schritte für mehr Lebensqualität. Mit der Offensive „Raus aus dem Asphalt“ werden Bahnhofsvorplätze in Wien umgestaltet.
„Bahnhofsvorplätze sind die Visitenkarten einer Stadt – und zentrale Orte des täglichen Lebens für hunderttausende Wiener*innen. Mit der Offensive ,Raus aus dem Asphalt‘ verwandelt Wien graue Hitzeinseln in klimafitte, sichere und attraktive Aufenthaltsorte“, betonte Ludwig.

Seit dem Start der Offensive wurden in ganz Wien bereits über 340 Klimaprojekte umgesetzt, rund 3.300 Bäume im Straßenraum gepflanzt sowie große Flächen entsiegelt und begrünt. Für Ludwig bedeutet klimafitte Gestaltung dabei mehr als Begrünung und Kühlung: bessere Beleuchtung, offene und übersichtliche Platzgestaltung, Barrierefreiheit, Alkoholverbote an Problemstandorten und neue Sitzmöglichkeiten.
„Mehr Begrünung zieht mehr Menschen an einen Ort an. Mehr Frequenz bedeutet mehr soziale Kontrolle und höhere Sicherheit“, so Ludwig.
Nach dem bereits 2022 umgesetzten Praterstern und dem seit Dezember 2025 in Umsetzung befindlichen Julius-Tandler-Platz beim Franz-Josefs-Bahnhof folgen nun weitere Projekte:

  • Beim Hauptbahnhof startet heuer die erste Etappe der Umgestaltung. Vorgesehen sind 3.500 Quadratmeter Entsiegelung, 35 neue Bäume sowie Staudenbeete und Nebelstelen. „So entsteht ein sicheres, begrüntes Tor zur Stadt für 120.000 Menschen täglich“, sagte Ludwig.
     
  • Der Maria-Restituta-Platz am Handelskai wird im Sommer dieses Jahres fertiggestellt. Dort werden 6.000 Quadratmeter entsiegelt, 13 neue Bäume gepflanzt sowie Wasserspiel, Trinkbrunnen und Sprühnebel geschaffen. Die Marktflächen bleiben erhalten. „Das wird ein begrünter Treffpunkt für die Brigittenau“, so Ludwig.
     
  • Beim Franz-Jonas-Platz ist die Bürger*innenbeteiligung mit 2.000 Rückmeldungen abgeschlossen und geht nun in die nächste Stufe.
     
  • Neu angekündigt wurde die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes bei der Haltestelle Aspern Nord. Geplant sind 11.000 Quadratmeter Entsiegelung, 75 neue Bäume, 2.000 Quadratmeter Grünflächen, ein Brunnen, schattige Aufenthaltsbereiche und eine Fußgängerzone. „Dort entsteht ein begrüntes Entree für die Seestadt und ein moderner, sicherer Verkehrsknotenpunkt für 60.000 Menschen im Umfeld“, erklärte Ludwig. Die Fertigstellung ist für Sommer 2026 vorgesehen.

Bezirke erhalten ab 2027 mehr finanziellen Spielraum

Auch die Bezirke spielen für den Aufschwung der Stadt eine wichtige Rolle. Ludwig betonte, dass sich Wien klar zum österreichischen Konsolidierungspfad bekenne und diesen mit hoher Sensibilität umsetze.

„Das Ziel bei all unseren Konsolidierungsmaßnahmen ist es, die öffentliche Daseinsvorsorge für die nächsten Jahre und Jahrzehnte abzusichern. Gleichzeitig werden wir weiter in jene Bereiche investieren, die die Lebensqualität in Wien ausmachen“, sagte Ludwig.
Die Bezirke hätten mit gleichbleibenden Budgets für 2026 ihren Beitrag zur Konsolidierung geleistet. „Dafür gilt ihnen mein Dank“, so Ludwig.
Ab 2027 sollen die Bezirksmittel wieder erhöht werden – um etwa 27 Millionen Euro, also um rund 10 Prozent.

„Wien investiert nicht nur in seine Wirtschaftskraft, sondern auch in Lebensqualität dort, wo sie ankommt: in den Bezirken. Ab 2027 erhalten sie wieder mehr finanziellen Spielraum, weil die Bezirks-Budgetpolitik die gesamtstädtische Lage achtsam und vorausschauend mitgetragen hat“, erklärte Ludwig.
Gerade jetzt setze Wien mit ersten Signalen einer stabileren Konjunktur auf wirksame Investitionen. „Dafür wollen wir auch die Bezirke ins Boot holen, damit sie mit eigenen Schwerpunkten und eigenen Initiativen beim Aufschwung mithelfen können“, so Ludwig abschließend.

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